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Nachttauchgang

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Am letzten Dienstag habe ich es seit langem endlich wieder einmal geschafft tauchen zu gehen. Nicht nur dass es der erste normale Fundive seit einigen Wochen war, nein es war sogar mein erster Nachttauchgang seit langem. Ganz unverhofft bekam ich auf dem Heimweg von der Arbeit einen Anruf von Manuel, was ich denn an diesem Abend vorhätte. Da mein Kalender an diesem Abend noch leer war verabredeten wir uns auf 20 Uhr am Apostelsee bei Ettenheim. Nachdem alles vorbereitet und die Ausrüstung gecheckt war ging es ins Wasser.Bereits beim Einstieg sahen wir den ersten Flusskrebs und nur wenige Augenblicke nach dem Abtauchen wimmelte es nur so von Fischen. Ich war etwas überrascht, dass Mitte Oktober noch so viel Leben im doch schon langsam kälter werdenden Wasser tobt. Das kann natürlich auch daran liegen, dass man Tagsüber, wo meine wenigen Tauchgänge der letzten Zeit stattgefunden haben, einfach nicht so viel Fisch vor die Maske bekommt.

Da wir im Vorfeld beide nicht wussten, wie die Sicht sein würde und sowieso einen gemütlichen Feierabendtauchgang machen wollten, hatten wir eine Maximaltiefe von ca. 10 Metern abgemacht. Komplett alleine am See und bei einer Sichtweite von gut 7-8 Metern gestaltete sich der Tauchgang sehr entspannt. Von Barschen über jede Menge Aale, mehrere Hechte bis hin zu einigen Karpfen gab es alles Mögliche zu sehen. Einer der Karpfen schien sich häuslich in einem versenkten Einkaufswagen eingerichtet zu haben und ein großer Hecht stand dicht über dem Grund und wartete, jederzeit bereit vorwärts zu schießen, auf vorbeikommende Beute.

Nach einer knappen halben Stunde drehten wir um und tauchten nochmals etwas flacher zurück in Richtung unserer Ein- beziehungsweise Ausstiegsstelle. Als wir nach einer Stunde auftauchten war deutlich zu sehen, dass das Wasser noch um einiges wärmer war als die nachts schnell abkühlende Luft. Über dem ganzen See zogen Nebelschwaden umher, nur beleuchtet durch unsere Lampen und das Mondlicht, dass ab und zu durch die Wolken schien.

Nachdem die Ausrüstung abgelegt und verstaut war, machten wir auf dem Heimweg noch einen kurzen Zwischenstopp in Herbolzheim, wo noch eine Kleinigkeit gegessen und Logbuch geschrieben wurde.

Fazit: Ich tauche zur Zeitdefinitiv viel zu wenig und vor allem für solche spontanen Nachttauchgänge sollte man sich viel öfter einmal Zeit nehmen. Außerdem muss beim nächsten Mal auf jeden Fall die Kamera mit.

Written by rs

October 23rd, 2009 at 10:34 pm

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